Aktuelles Unterrichtsmaterial * Thema Die Maslowsche Pyramide

 

 

 

 

THEMA MARKT
Die Maslowsche Pyramide

Fach:
Politik und Wirtschaft
Jahrgänge: 8, 11, 12

 

Abraham Harold Maslow (* 1. April 1908 in Brooklyn (New York), † 8. Juni 1970) war ein US-amerikanischer Psychologe. Er gilt als der wichtigste Gründervater der Humanistischen Psychologie. Er ist insbesondere durch die Verfechtung seines Entwicklungsmodells der Hierarchie menschlicher Bedürfnisse (auch Maslowsche Bedürfnispyramide) bekannt geworden.

Maslow hat die Bedürfnisse noch einmal anders klassifiziert, wie man der folgenden Graphik entnehmen kann:

Fünf Stufen hat er für sein pyramidales Modell gewählt. Was von Bedeutung ist: Wie bei einer Treppe muss man diese Stufe für Stufe auf dem Weg nach oben beschreiten und darf bzw. kann dabei keine Stufe auslassen. Die Bedürfnisse einer unteren Stufe müssen also erfüllt sein, um eine höhere Stufe zu erklimmen.

Die unteren drei Stufen (teilweise auch noch die vierte Stufe) sind wiedererkennbar und stellen Defizitbedürfnisse dar, Bedürfnisse also, die aufgrund eines Mangels entstehen. Ist der Mangel behoben, so ist das Bedürfnis gestillt und wird zu den Akten gelegt - es verschwindet. Wer Hunger hatte und gegessen hat, der hat keinen Hunger mehr, basta!

Soziale Anerkennung und Selbstverwirklichung sind sog. Wachstumsbedürfnisse. Diese können nicht gestellt werden. Man will immer mehr und mehr und mehr. Doch klären wird erst einmal die einzelnen Stufen von unten nach oben:

Körperliche Bedürfnisse:

Sauerstoff, Wärme, Nahrung, Schlaf und Sexualität. Sie korrespondieren mit den bekannten Existenzbedürfnissen.

Sicherheit:

Wohnung, fester Arbeitsplatz, Gesetze, Versicherungen, Gesundheit, Ordnung, Religion (Ritual und Handlungshilfen (Moral)) und Lebensplanung (vor allem Planung der Befriedigung körperlicher Grundbedürfnisse und auch Geburtenkontrolle).

Soziale Beziehungen:

Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Nächstenliebe, Kommunikation und Fürsorge.

Soziale Anerkennung:

Status, Wohlstand, Geld, Macht, Karriere, Sportliche Siege, Auszeichnungen, Statussymbole und Rangerfolge

Selbstverwirklichung:

Individualität, Talententfaltung, Altruismus, Güte, Kunst, Philosophie und Glaube (Welterklärung, Leitlinien und ethische Grundsätze).

1970 hat Maslow sein Stufenmodell noch erweitert. Ganz oben stand nun

Transzendenz:

Transzendental ist etwas, was außerhalb der Wahrnehmung liegt, etwas, das alles erklärt oder zusammenhält - vielleicht Gott?! Transzendenz kennzeichnet das Streben, diese großen übergeordneten Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Wer also alles hat, selbst in der Selbstverwirklichung nicht mehr weiter nach oben kann, macht sich auf den Weg, das Große zu deuten - deshalb driften nicht selten die großen Stars wie Madonna in das Lager der Esotheriker ab, lassen sich die Kabala übersetzen, malen geistesabwesend im Keller Mandalas und adoptieren in der ganzen Welt Kinder.

Kritik?

Denkt mal selbst über die Schwächen dieses Schemas nach!

Maslow - Alternative Darstellung