Aktuelles Unterrichtsmaterial * Thema Vom Bedarf zur Nachfrage

 

 

 

 

THEMA MARKT
Vom Bedarf zur Nachfrage

Fach:
Politik und Wirtschaft
Jahrgänge: 8, 11, 12

 

Definition vorab: (Nachfrage, die) - "Bezeichnung für die Absicht von Haushalten, Güter und Leistungen auf Märkten zu erwerben. Die Nachfrage eines privaten Haushalts nach Gütern und Leistungen wird von verschiedenen Kriterien wie der Bedürfnisstruktur, dem Nutzen, den die Güter stiften, dem Einkommen des Haushalts oder den Güterpreisen beeinflusst. Grundsätzlich gilt der Zusammenhang, dass bei steigendem Preis eines Gutes normalerweise die Nachfrage nach diesem Gut fällt. Umgekehrt führt ein sinkendes Einkommen zu sinkender Nachfrage der Haushalte."

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Wir müssen versuchen, bei den ganzen Begrifflichkeiten eine eindeutige Trennschärfe zu schaffen, die Unterscheidungen müssen plausibel, d.h. nachvollziehbar sein. Und bisher kann die Unterscheidung zwischen Bedarf und Nachfrage noch nicht so ganz selbstverständlich gezogen werden, denn liegt bei einem Bedarf denn keine feste Absicht vor, ein Gut auf dem Markt zu erwerben?

Sagen wir doch einfach mal "Nein!" Die einfachste Lösung wäre es, zu sagen, Nachfrage besteht nur dann, wenn man Geld auf die Ladentheke und haut und dafür das Gut erwirbt. Das wäre etwas zu einfach. Nehmen wir dann doch einfach den Moment, in dem wir sagen: "Alles klar, abgemacht" oder "ich glaube, ich entscheide mich für einen Kauf des Produktes XY". Das trifft es mitunter schon eher und Nachfrage erscheint so als eine Entscheidungsfindung, an deren Ende dann der Kauf steht.

Der Bedarf erscheint dann als zweierlei und einem kurzen Fazit: Erstens, dass das Gut, um das es uns geht, uns grundsätzlich einen Nutzen stiften würde und zweitens, dass wir für den Kauf des Gutes auch das nötige Kleingeld, sprich Budget, besitzen. Ich schaue in die Tasche und stelle fest, dass es geht (Bedarf), dann denke ich kurz noch einmal nach und komme zu dem Schluss, dass ich das Gut kaufen will und dann tue ich dies auch (Nachfrage).

Das heißt also, dass es noch immer einen Unterschied gibt, zwischen etwas erwerben können und dies auch zu wollen. Die Nachfrage ist der feste Wille, dies zu tun.