Aktuelles Unterrichtsmaterial * Thema Vom Nutzen und dem Grenznutzen

 

 

 

 

THEMA MARKT
Vom Nutzen und dem Grenznutzen

Fach:
Politik und Wirtschaft
Jahrgänge: 8, 11, 12

Der Nutzen

Noch einmal kurz bei Null begonnen. Menschen verspüren Mangel und aus dem Mangel entsteht das Bedürfnis, diesen Mangel abzustellen. Ein Gut, das dies vermag, erfüllt einen Nutzen. Und weil Güter einen Nutzen erfüllen - dabei aber auch knapp sind - erhalten sie ihren Preis und indem wir bereit sind, diesen Preis zu zahlen, geben wir den Gütern ihren Wert.

Um es mal auf ein Beispiel zu bringen. Nehmen wir doch diese sympathische Frau links. Morgends hat sie ihren Kaffee verpasst, doch das ist nicht schlimm, denn man kann ja auch in der Stadt Kaffee kaufen. Er ist dort nicht ganz billig, doch wenn wir in die Augen dieser glücklichen Frau blicken, so dürfte uns doch klar werden, dass sie für ihren Genuss das zahlt, was im lauschigen Café um die Ecke verlangt wird. In diesem Bereich bewegen wir uns noch im Bereich des Nutzens - ja, der Kaffee erfüllt seinen Zweck und spendet einen vortrefflichen Nutzen.

Grenznutzen, der abnehmende

Nach den bisherigen Annahmen - insofern wir den Homo oeconimicus als handelnden Wirtschaftsakteur voraussetzen - gehen wir davon aus, dass uns viele Güter viel Nutzen spenden. Viel ist gut, noch mehr ist besser! Aber dazu gibt es noch eine andere Ausdeutung - und in diesem Zusammenhang spricht man vom abnehmenden Grenznutzen.

Nehmen wir also mal an, dass eine Suppe mit einem Spitzer Tabasco ganz deliziös schmeckt. Vielleicht ist das für den Freund der eher feurigen Gaumenfreuden auch erst nach drei bis fünf Spritzern der Fall. Eines dürfte aber als sicher gelten: Wer sich die ganze Flasche in die Suppe haut, dem dürfte der Gaumenschmaus vergehen. Ähnlich verhält es sich mit dem Schnitzelesser. Eines ist in Ordnung aber wer fünf essen muss, der sagt vielleicht schon nach dem zweiten Schnitzel - "nee, echt nicht - erschieß mich lieber!"

Nach dem sog. 1. Gossen'schen Gesetz - das den abnehmenden Grenznutzen behandelt, geht man daher davon aus, dass jede weitere Einheit eines Gutes einen geringeren zusätzlichen Nutzen als die vorangegangenen Einheiten bringt. Ist der Grenznutzen gleich null, so ist die Sättigung erreicht.