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POLITIK & WIRTSCHAFT
UMWELTPOLITIK - BASISWISSEN
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Unser Produzieren und Konsumieren schadet der Umwelt

Das Wirtschaftsleben vollzieht sich nicht nur in einem gesellschaftlichen Umfeld, sondern auch in einem natürlichen Raum. Natur und Umweld sind Grundlage und Voraussetzung des Wirtschaftens. Zu einem (öffentlich diskutierten) “Umweltproblem” sind Produktion und Konsum geworden, seit die Auswirkungen des Stoffaustausches mit der Natur negativ - teilweise katastrophal - auf den Menschen zurückschlagen und seine Wohlfahrt mindern. Man muss deswegen die wirtschaftlichen Aktivitäten, insbesondere Produktion und Konsum, Verkehr und Energiewirtschaft, auch unter dem Gesichtspunkt ihrer Auswirkungen auf die natürliche Umwelt betrachten.

 

Ökonomie und Ökologie - ein Nutzungskonflikt?

Die Funktionen der Umwelt werden durch die zunehmenden ökologischen Schädigungen gegenwärtig immer mehr beeinträchtigt, so dass ein Nutzungskonflikt entstanden ist. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie im Kern nicht zu lösen ist:

  • Einerseits ist menschliches Wirtschaften immer mit Eingriffen in die Natur verbunden und sind Umweltschädigungen in letzter Konsequenz nicht zu vermeiden.

  • Andererseits können wir auf wirtschaftliches Handeln nicht verzichten, weil wir nur auf dieser Basis unsere Existenz sichern.

F.J. Kaiser / V. Brettscheider (Hg.): Volkswirtschaftslehre. Berlin, 2002, S. 362]

 

Emissionen, Immissionen, Schäden


 

Emission

(lat. emittere - herausschicken, heraussenden) bedeutet allgemein Austrag, zum Beispiel von Schadstoffen, Reizstoffen, oft auch natürlichen Allergenen, aber auch von Lärm, Licht, Strahlung oder Erschütterungen, aus/von einer entsprechenden Quelle (= Emittent). Beispiele sind gasförmige Schadstoffemissionen aus Autos oder Schornsteinen, flüssige Emissionen aus Altlasten, staubförmige Emissionen von Halden oder Lärm-Emissionen.

Immission

(lat. immittere, hineinschicken, hineinsenden) ist der Eintrag eines Stoffs in ein System. Der Begriff wird hauptsächlich im Bereich des Umweltschutzes benutzt und bedeutet hier den Eintrag von Schadstoffen, aber auch von Lärm, Licht, Strahlung oder Erschütterungen, in ein Umweltmedium. Beispiele sind Schadstoffimmissionen in die Luft (Emittenten sind z. B. Autos, Fabriken oder Heizungen), in das Grundwasser (Emittenten sind z. B. Altlasten oder die Landwirtschaft) oder in Flüsse (Emittenten sind z. B. Kläranlagen).

Wo eine Immission ist, da gibt es auch eine Emission und jede Immission hat eine Emission zur Folge!

 

Mögliche Arbeitsaufträge

Wir konkretisieren gemeinsam anhand von Beispielen aus unserem Erfahrungsbereich, in welcher Weise unsere Formen der Produktion, der Konsumtion, des Energieverbrauchs, des Verkehrs etc. die Umwelt schädigen.

  • Zunächst sammeln wir Belastungsquellen.

  • In Gruppenarbeit führen wir zunächst eine sog. Spinnwebsanalyse der ermittelten Belastungsquellen durch.

  • In einer zweiten Phase stellen wir die Ergebnisse vor und versuchen Wechselbeziehungen zwischen den Bereichen zu ermitteln.

  • In einer dritten Phase erörtern wir gemeinsam, inwieweit individuelle Lebensqualität und gesellschaftliche Wohlfahrt durch die ökologischen Folgen der Ökonomie gemindert werden.