POWI
POLITIK & WIRTSCHAFT
DIE EUROPĂ„ISCHE UNION
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Die Anwendung und Durchsetzung der verschiedenen Instrumente erfolgt ausgehend von vier Grundprinzipien staatlicher Umweltpolitik:

1. Vorsorgeprinzip
Potentielle Umweltschäden werden durch vorbeugende Maßnahmen verhindert - das betrifft z.B. Emissionsminderung, Abwasseraufbereitung, sparsamen Umgang mit Umweltgütern.
2. Verursacherprinzip
Betriebswirtschaftlich als externe Kosten erfasste Umweltschäden werden von den "Schadensproduzenten" in ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung aufgenommen - das betrifft Produktionsverfahren- und Normen, Abgaben und Gebühren.
3. Gemeinlastprinzip
Die durch die Umweltbeeinträchtigung entstandenen Kosten werden durch die öffentliche Hand getragen - Rekultivierung von Tagebauhalden, ...
4. Kooperationsprinzip
Gesellschaftliche Akteure übernehmen Mitverantwortung, wobei Betroffene (Verursacher wie Geschädigte) in Entscheidungen über umweltpolitische Maßnahmen einbezogen werden; aufkommende Kosten übernimmt der Staat dann, wenn das Verursacherprinzip nicht anwendbar ist.