Gruppenarbeit: Konfliktanalyse USA – Israel – Iran
Gruppe 1 – Akteursanalyse (klassische Konfliktanalyse / Akteursmodell)
Leitfrage: Wer ist am Konflikt beteiligt und welche Rolle spielen die einzelnen Akteure?
Arbeitsauftrag:
- Identifiziert die Hauptakteure des Konflikts (z. B. Iran, Israel, USA).
- Identifiziert sekundäre Akteure (z. B. Hisbollah, Golfstaaten, EU, Russland, China, internationale Organisationen).
- Unterscheidet:
- direkte Konfliktparteien
- indirekte Akteure / Unterstützer
- mögliche Vermittler.
- Erstellt eine Akteurskarte (z. B. Netzwerkdiagramm).
Präsentation:
- Visualisierung der Akteursbeziehungen
- kurze Erklärung der wichtigsten Allianzen.
Gruppe 2 – Interessen und Ziele (Interessenanalyse)
Leitfrage: Welche Interessen verfolgen die Konfliktparteien?
Arbeitsauftrag:
Analysiert für USA, Israel und Iran jeweils:
- sicherheitspolitische Interessen
- ideologische / innenpolitische Interessen
- wirtschaftliche Interessen
- strategische Ziele im Nahen Osten.
Hilfsfragen:
- Welche Bedrohungen sehen die Akteure?
- Welche langfristigen Ziele verfolgen sie (z. B. regionale Macht, Sicherheit, Einfluss)?
Präsentation:
- Tabelle: Akteur – Interessen – Strategien
Gruppe 3 – Ursachen des Konflikts (Konfliktursachenmatrix / Konfliktbaum)
Leitfrage: Welche tieferen Ursachen führen zur Eskalation?
Arbeitsauftrag:
Ordnet Ursachen in drei Ebenen:
- strukturelle Ursachen
(z. B. regionale Machtkonkurrenz, religiöse Konfliktlinien, geopolitische Rivalitäten) - politische Ursachen
(z. B. Atomprogramm Irans, Sicherheitsdoktrin Israels, US-Strategie im Nahen Osten) - aktuelle Auslöser
(z. B. militärische Angriffe, Eskalationsspiralen, gescheiterte Verhandlungen).
Erstellt eine Ursachenpyramide oder Ursachenmatrix.
Gruppe 4 – Konfliktdynamik und Sicherheitsdilemma
Leitfrage: Warum eskalieren Konflikte zwischen Staaten häufig, obwohl eigentlich niemand einen großen Krieg will?
Arbeitsauftrag:
- Informiert euch kurz über den Begriff Sicherheitsdilemma in den internationalen Beziehungen.
- Analysiert den aktuellen Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA unter diesem Gesichtspunkt.
Untersucht dabei:
- Welche Handlungen eines Staates sollen eigentlich der eigenen Sicherheit dienen?
- Warum können diese Maßnahmen von anderen Staaten als Bedrohung wahrgenommen werden?
- Welche Reaktionen folgen darauf?
- Erstellt eine Eskalationsspirale.
Beispielstruktur:
Aktion → Wahrnehmung als Bedrohung → Gegenmaßnahme → weitere Eskalation.
- Diskutiert abschließend:
- An welchem Punkt hätte eine Deeskalation möglich sein können?
- Welche Rolle spielen dabei Fehleinschätzungen oder Misstrauen?
Präsentation:
- Darstellung der Eskalationsspirale an der Tafel oder auf einem Poster
- kurze Erklärung des Sicherheitsdilemmas anhand des Konflikts.
Gruppe 5 – Folgen und Lösungsansätze (Konfliktbearbeitung / Friedens- und Sicherheitspolitik)
Leitfrage: Welche Folgen hat der Konflikt (regional/global) – und wie könnte er gelöst werden?
Arbeitsauftrag:
Analysiert mögliche Folgen in drei Bereichen:
- regionale Folgen
- Stabilität im Nahen Osten
- Rolle von Bündnissen.
- globale Folgen
- Energiepreise
- internationale Sicherheit.
- Lösungsansätze
- Diplomatie / Verhandlungen
- Sanktionen
- internationale Vermittlung (z. B. UN).
Entwickelt zwei realistische Szenarien:
- Eskalation
- Deeskalation.